Montag, Januar 17, 2005

Verliebte Männchen und die schädlichen Symptome

Seien wir mal ehrlich: wir Frauen wollen auf Händen getragen, gehegt und gepflegt, umsorgt und geliebt werden. Wir schmelzen dahin, wenn er uns jeden Wunsch von den Augen abliest und der Grund dafür nur einer einzigen Motivation entspringt: um uns zu gefallen.

Aber die Sache hat einen Haken: die Gratwanderung zwischen liebevollen Aufmerksamkeiten und verliebter Selbstgeiselung ist gefährlich. Welche Frau wünscht sich schon einen Kerl, der ihr überall hin wie ein Hündchen folgt und sogar seinen Tagesplan komplett auf sie umstellt, Männchen macht, wenn sie ihn nur anschaut und den Schwanz einzieht, wenn sie mal sagt, was ihr nicht gefällt oder einfach nur ihre Tage hat?
(Irgendwie erinnert mich das mit dem Hund an den Blog von Antje zu "Spezies Mann" ... sollten wir Frauen uns allmählich doch ernsthafte Sorgen um die Menschheit machen?)
Zur Zeit kann ich dieses Hündchen-Phänomen wider Willen ziemlich gut beobachten, und ich muss ganz ehrlich gestehen, dass sich dabei regelmäßig das Gefühl einstellt, das frau hat, wenn sie sich versehentlich die Fingernägel abbricht.

Bei der ganzen Show weiss ich auch nicht wirklich, was schlimmer ist: er, der blind wie eine Schleiche liebestrunken um sie herum torkelt und wirres Zeug daher lallt - das im übrigen weder einen logischen Zusammenhang noch einen tieferen Sinn aufweist - , oder sie, die sich nicht dagegen wehrt!

Mir persönlich wäre sowas ja mehr als nur peinlich, und für mich gäbe es nur eine Lösung: den Hund zur Tür hinaus jagen - oder die Einschläferung.
(Wenn ich so über die letztgenannte Möglichkeit nachdenke, dann frage ich mich immer mehr, ob ich in einem früheren Leben vielleicht doch ein Vampir war?)