Sonntag, Januar 16, 2005

Der Sex und die menschlichen Bedürfnisse

Zur Zeit läuft in den Kinos eine Werbung, die im Publikum für einen Riesenlacher sorgt. Inhalt: ein Pärchen kommt in ihre Wohnung, beide ziemlich erhitzt, und man merkt förmlich - hier knistert's ganz gewaltig! Sie bewegen sich Richtung Bett, können Hände und Blicke nicht voneinander lassen. Sie öffnet ihm die Hose, schubst ihn auf das Bett, wirft ihm einen frechen Blick zu, dreht sich um und geht mit schwingenden Hüften Richtung Bad. An der Tür angekommen, schaut sie ihm noch einmal tiiiiiiiiiief in die Augen... (bitte jetzt diesen bedeutungstragenden Moment voll auskosten!!) ... und meint mit erotischem Säuseln: "Ich geh nur nochmal kurz kacken!"

Dass meine Freundin, die mit mir im Kino war, und ich noch viel lauter gelacht haben als alle anderen zusammen, mag zum einen daran liegen, dass wir auf eine solche Art von Humor nicht nur abfahren, sondern uns damit identifizieren. Was auf der anderen Seite aber keiner der restlichen Kinobesucher wissen konnte: ich habe diesen Satz fast genauso in einer ähnlichen Situation schon zu hören bekommen!

Es ist ja wirklich unangenehm, wenn man beim schönsten Spass entsetzt feststellen muss, dass die Blase oder gar noch mehr drückt. Aber hätte man mir als Jungfrau verraten, dass ich eines Tages gerade bei der schönsten Stelle während des Oralsexes zu hören bekomme: "Ich muss mal kacken!", hätte ich mich für das Kloster entschieden.

Eigentlich finde ich die Spezies "Männerschwein" für's Bett ganz ertragbar. Aber dass dieses eine Exemplar in seiner Berufung so sehr aufgeht, hatte mich für einen klitzekleinen Moment dann doch etwas irritiert.